Wissenswertes zur Historie der Krawatte
Hinweise auf die Krawatte in Form eines um den Hals geknoteten Tuches reichen bis in das alte Ägypten, Griechenland oder auch ins römische Reich zurück.
1974 entdeckten jedoch chinesische Bauern beim Brunnenbau die inzwischen weltberühmte Terrakotta – Armee des ersten Kaisers von China, etwa 220 v. Chr.. Bereits bei diesen Tonsoldaten ist der Faltenwurf ihrer um den Hals geschlungenen Tücher sichtbar.
Der Ursprung der modernen Krawatte geht zurück auf geknotete Halstücher, die die Reiter der kroatischen Armee als Erkennungszeichen trugen. Dieser auf charakteristische Weise gebundene Bestandteil der Uniform der Kroaten fand 1663 bei einer Truppenparade, zu der auch ein kroatisches Reiterregiment aufmarschiert war, die Aufmerksamkeit des gerade erst 25-jährigen, aber schon allem Schönen zugewandten Königs Ludwig XIV. von Frankreich und seines Hofes.
Der Hofadel nannte den neuen Halsschmuck zunächst „croate“. Später wurde daraus die „cravate“ und der Sonnenkönig machte sie zum Zeichen des Adels und sich selbst damit zum Ahnherren der modernen Krawatten, die sodann als modisches, originelles und individuelles Accessoire für die Männerbrust ihren Siegeszug unaufhaltsam begann.
Heutzutage hat ein krawattentragender Mann im Durchschnitt 20 Schlipse im Schrank, Tendenz steigend. Sowohl beim „Normalo“ als auch im „Biz“ trifft man heute auf topmodische Krawatten in überraschenden Designs und aus unterschiedlichen Materialien.
Etwa ab 1990 entdeckten Modedesigner Edelmetall als Werkstoff. Damit schließt sich der Kreis über die Metallkrawatte als „Rest der Rüstung“ und Reminiszenz an ritterlichen Zeiten.
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